Maibaumstellen 2026 und Einweihung Bürgerhaus

Maibaum auf dem Hardt- und Schönbühlhof gestellt und Saniertes Bürgerhaus eingeweiht

Gleich zwei Feierlichkeiten konnten der Markgröninger Bürgermeister Jens Hübner und sein Schwieberdinger Bürgermeisterkollege Stefan Benker am letzten Donnerstag auf dem Hardt- und Schönbühlhof begehen: Das sanierte Bürgerhaus wurde nach zweijähriger Bauphase eingeweiht und anschließend der Maibaum in der Ortsmitte gestellt.
In seinem Grußwort sprach Bürgermeister Hübner davon, dass das Bürgerhaus für 1,5 Millionen Euro modernisiert werden konnte. Dafür wurden Fördergelder von einer halben Million abgerufen. Jetzt entspräche das Bürgerhaus dem KfW 100-Standard. Seinen Dank richtete er an Architekt Dr. Mirko Immendörfer, die Gemeinderäte beider Muttergemeinden sowie seinen Schwieberdinger Kollegen Stefan Benker für die konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit. Ebenso dankte er Hofanwalt Knut Brenner, dem Hausmeisterehepaar, dem ehemaligen Hofanwalt, Helmut Beck, und den Bewohnerinnen und Bewohner des Hofes, die sich während der gesamten Bauzeit sehr stark eingebracht und mitgeholfen hatten. Das Gemeinschaftshaus habe in diesem Zuge auch einen tollen Außenbereich mit neuen Spielgeräten erhalten. Bürgermeister Stefan Benker schloss sich den Dankes- und Lobesworten an und sprach davon, dass in den Verbandsversammlungen das Projekt immer sehr gut begleitet wurde. Über zwei Jahre war das Haus nicht nutzbar, doch das Warten habe sich gelohnt. Architekt Dr. Mirko Immendörfer betonte, dass die Bausubstanz von vorneherein sehr gut gewesen sei. Jetzt habe man die Fassade mit einem einheitlichen, recyclebarem Naturmaterial aus Thermoesche verkleidet, das sehr gute Dämmwerte aufweise. Speziell zur Einweihung hatte man auch etwas für die kleinen Besucher vorbereitet, die bereits die neuen Spielgeräte ausprobierten: Im großen Sandkasten des Spielplatzes waren einige Schlüssel versteckt. Derjenige, der den richtigen Schlüssel fand, hatte den Zugang zu einer Schatztruhe, in der nette Überraschungen für die Kinder versteckt waren. Im Anschluss an die Grußworte hatten alle Interessierten die Gelegenheit, im Inneren des Bürgerhaussaals auf das neu sanierte Gebäude anzustoßen.

Maibaumaufstellung

Zwei Stunden nach der offiziellen Einweihung des Bürgerhauses fand, wie gewohnt, das traditionelle Maibaumstellen in der Ortsmitte des Hardt- und Schönbühlhofs statt. Diesmal war es allerdings keine Selbstverständlichkeit, dass der Maibaum überhaupt zum 35. Mal aufgestellt werden konnte. Erst samstags zuvor war auf dem Hardt- und Schönbühlhof eine Scheune abgebrannt, in der neben dem Maibaum auch einige der Schwalben, die v-förmigen Holzstangen, die die Feuerwehr zum Hochhieven des Baumes benötigt, gelagert waren. Doch die Feuerwehr hatte es geschafft, noch zwei Tage vor dem Maibaumstellen im Wald einen neuen, 17 Meter hohen Baum zu schlagen. Einige Schwalben waren glücklicherweise vor dem Brand zur Prüfung ausgelagert worden und waren von den Flammen verschont geblieben.

So konnte, pünktlich um 19 Uhr, Büttel Christian Troll das 35. Maibaumstellen auf dem Dorfplatz des Hardt- und Schönbühlhofs einläuten. Dazu hatten sich Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sowie zahlreiche Interessierte auf dem Dorfplatz eingefunden. Der Feuerwehrkommandant des Hofes, Simon Haubner, betonte die lange Tradition der dortigen Feuerwehr, die seit 1899 besteht. „Besonders freue ich mich auf die heutige Maibaumwette, bei der die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Markgröningen gegen die Feuerwehr Schwieberdingen antreten.“ Sein Dank galt allen Angehörigen der Feuerwehrmänner und -frauen, den freiwilligen Helferinnen und Helfer, die den Kranz und die Girlande gebunden haben, sowie dem DRK Schwieberdingen für den Bereitschaftsdienst. Stellvertretend für die beiden Muttergemeinden hielt der Schwieberdinger Bürgermeister, Stefan Benker, ein Grußwort. Er bedankte sich herzlich bei Renate Beck und ihrem Team, das in diesem Jahr seit 20 Jahren den Dorfplatz fürs Maibaumstellen schmückt und überreichte ihr dafür im Namen der Muttergemeinden eine Urkunde und ein Geldgeschenk. Ebenso betonte er die Wichtigkeit einer verlässlichen Feuerwehr. Der Scheunenbrand habe eindrücklich vor Augen geführt, wie wichtig dieses Ehrenamt und eine schlagkräftige und gut ausgebildete Feuerwehr sei. Sein Dank galt allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr des Hardt- und Schönbühlhofs mit Kommandant Simon Haubner, den Wehren der beiden Muttergemeinden, den freiwilligen Feuerwehren aus den Nachbarkommunen, dem Rettungsdienst und der Polizei, die den Einsatz zusammen erfolgreich bewältigt haben. Ein großes Dankeschön galt zudem allen helfenden Händen, die sich bei der Organisation und Durchführung des Festes eingebracht haben.

Auch Hofanwalt Knut Brenner bedankte sich bei der Feuerwehr sowie bei den Hofbewohnerinnen und -bewohnern für deren Unterstützung.
Da Anfang der Woche noch nicht klar war, ob es überhaupt einen Maibaum geben wird, hatten die Kinder der katholischen Kindertagesstätte in Schwieberdingen kurzerhand selbst einen kleinen Maibaum angefertigt und mit Logo des Hardt- und Schönbühlhofs versehen. Mit diesem Maibaum zogen sie an dem Abend auf den Dorfplatz ein und stellten diesen in einem Christbaumständer auf, noch bevor der große Maibaum durch die Feuerwehr aufgestellt wurde.
Büttel Christian Troll verkündete, dass der Maibaum ein Symbol für Frieden und Freiheit für alle Menschen in der Welt sei und für den Einzug des Frühlings stehe.
Anschließend übergab der Büttel das Kommando an Richtmeister Christian Merkle, der mit seiner Feuerwehrtruppe den Maibaum aufstellte. Der Schmuck des Baumes wurde noch fachmännisch angebracht. Der Baum ziert nun den ganzen Mai über den Dorfplatz.

Maibaumwette

Kurz nach 22 Uhr fand die traditionelle Maibaumwette statt: Dieses Jahr ging es um die frisch abgeschlossene Sanierung des Bürgerhauses.
Die beiden Wett-Teams der Feuerwehren Schwieberdingen und Markgröningen mussten – schneller und schöner als ihre Kameraden der Nachbarwehr – je ihre Hälfte einer renovierungsbedürftigen Wand herrichten.
Dabei galt es unter anderem, ein Fenster einzubauen, im Baumarkt einzukaufen, Elektrik zu verlegen und natürlich alles für den Einzug frisch zu streichen. Nach anfänglich ausgeglichenen Verhältnissen entwickelten die beiden Teams sehr unterschiedliche Taktiken: Markgröningen setzte auf Geschwindigkeit, Schwieberdingen auf Sorgfalt – mit durchaus sichtbar verschiedenen Ergebnissen. Die Feuerwehr Markgröningen konnte letzten Endes trotz deutlichen Abstrichen in der Qualitätsnote einen äußerst knappen Sieg bei der diesjährigen Maibaumwette ergattern. Den ersten Sieg, nachdem Schwieberdingen die Wette zuvor 5-mal in Folge für sich entscheiden konnte.

Text: Kirsten Stangl